


Wir beziehen uns hier auf eine Meldung, die in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde.
Die dort aufgestellte Behauptung, die außer Betrieb befindlichen stationären Geschwindigkeitsmessanlagen hätten die Stadt Gladenbach weiterhin rund 5.000 € pro Monat gekostet, ist jedoch unzutreffend.
Ich kann Ihnen hierzu Folgendes mitteilen:
Seit mindestens 2021 – soweit dies kurzfristig anhand der Unterlagen überprüft werden konnte – sind keine Kosten für die außer Betrieb befindlichen stationären Geschwindigkeitsmessanlagen angefallen. Es wurden insbesondere keine Miet-, Wartungs- oder Servicekosten für diese Anlagen gezahlt. Nach der Außerbetriebnahme wurden entsprechende Zahlungen eingestellt.
Die von der Stadt getragenen Kosten betreffen ausschließlich andere Bereiche der Verkehrsüberwachung. Hierzu gehören zum einen unser Anteil an den mobilen Geschwindigkeitsmessungen des gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks.
Zum anderen sind dort die Kosten für die Wartung und Pflege von Verkehrszählgeräten (Wavetec) sowie den in verschiedenen Stadtteilen installierten Geschwindigkeitsanzeigetafeln (teilweise mit Smiley-Anzeige) verortet. Diese Einrichtungen dienen nicht der stationären Geschwindigkeitsüberwachung mittels Blitzern.
Die hierfür anfallenden Ausgaben beliefen sich seit mindestens 2021 auf weniger als 4.000 € pro Jahr – nicht pro Monat. Die in den sozialen Medien genannte Summe entbehrt daher jeder Grundlage.
Im Übrigen stehen die geprüften und testierten Jahresabschlüsse der Stadt Gladenbach für die Jahre 2022 und 2023 auf der städtischen Homepage zur Verfügung. Dort können die entsprechenden Aufwendungen im Einzelnen nachvollzogen werden (im Produkt Verkehrsüberwachung, dort unter den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen).
Im Übrigen sind zwischenzeitlich alle stationären Anlagen abgebaut.
Ich (Bürgermeister) persönlich finde es schade, dass die Anlagen abgebaut werden mussten. Gerade auch in bezug auf Äußerungen in den Sozialen Netzwerken in Kommentaren, "endlich könne man wieder normal fahren". Dazu mein Kommentar: Was für ein Unsinn! Weiter kommentieren möchte ich das nicht. Ist nicht druckreif.
Gladenbach, 30. Juli 2026